Verdun, die Stadt an der Maas und wichtiger Knotenpunkt zwischen den Argonnen und der Woëvre-Ebene, "ist ein Krieg für sich allein im Ersten Weltkrieg". Dieser Satz von Paul Valéry bringt die geschichtliche Bedeutung der im Département Meuse gelegenen Stad treffend auf den Punkt. Zunächst erlebt Verdun die Regentschaft des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation und der Prälaten, dann die Herrschaft des französischen Königreichs und des Bürgertums. Schliesslich wird Verdun als letzte französische Stadt von den Preussen besetzt (1871), um im Jahre 1916 zum Schauplatz einer erbiterten und blutigen Schlacht zu werden, die sich Deutsche und Franzosen vom 21. Februar bis zum 2. November 1916 im Ersten Weltkrieg liefern. Der zum Symbol des französischen Widerstands aufgestiegene Ort ist heute Weltfriedenszentrum und besitz ein aussergewöhnliches historisches und touritisches Kulturgut. Verdun wird für ihre Dynamik, Gastfreundschaft und ihr heiteres Ambiente geschätzt und ist nach Paris wohl die bekannteste Stadt Frankreichs.